Miami Nights - das Musical

Miami in den Achtzigern: Die sonnige Metropole Floridas ist ein Schmelztiegel der
Nationen - eine brodelnde Mischung aus kubanischen und karibischen Einwanderern und wohlhabenden weißen Amerikanern, die es sich dort richtig gut gehen lassen. Inmitten dieser pulsierenden Atmosphäre steht der erfolgreiche Turnier-Tänzer Jimmy Miller kurz vor dem Finale des "Miami Nights Dance Contests", als er sich mit seiner Tanzpartnerin, der schillernden Profi-Tänzerin Jessica Diamond, überwirft.

Wütend und enttäuscht streift er durch die kubanischen Viertel Miamis und trifft dort auf Laura, die in der Salsa-Bar ihres Bruders als Kellnerin aushilft. Jimmy kennt das Mädchen aus dem Tanzpalast, wo sie tagsüber Popcorn verkauft. Hier in dieser ihm unbekannten Welt des kubanischen Lebensgefühls sieht er sie in einem völlig neuen Licht. Fasziniert von der fremden Atmosphäre fordert er Laura auf, ihn mit den leidenschaftlichen Salsa-Rhythmen bekannt zu machen.

Jimmys ehrgeiziger Trainer Bob und seine Mutter Betty suchen währenddessen eine neue Partnerin für Jimmy. Jessica Diamond nämlich hatte sich nach der Auseinandersetzung mit Jimmy einen anderen Tanzpartner gesucht: ausgerechnet Jimmys Erz-Rivalen Roy Fire. Ein Profi-Tänzer, der allerdings den Höhepunkt seiner Karriere bereits überschritten hat.

Jessica will den Wettbewerb um jeden Preis gewinnen. Dass die Wahl Roy Fire's womöglich doch nicht zum gewünschten Erfolg führen könnte, erkennt sie gerade noch rechtzeitig. Es gelingt ihr mit Hilfe von Betty, Bob und einem boshaften Trick, die Nominierung zum entscheidenden Tanz mit Jimmy zu erhalten. Und nicht nur das: Auch Laura, die Jimmy als neue Tanzpartnerin auserkoren hatte, bekommt das boshafte Kalkül der Tänzerin zu spüren...

Wird Jessica sich durchsetzen können?

Das temperamentvolle Tanzmusical MIAMI NIGHTS lässt die farbenfrohe Welt der achtziger Jahre wieder lebendig werden. Das junge Kreativteam um Autor Marcus Haseloff, Regisseur Alex Balga und Choreographin Natalie Holtom ließ sich von der Musik, den legendären Tanzfilmen und den neuartigen Videoclips dieser Dekade inspirieren - kreiert haben sie eine Hommage an das Lebensgefühl der achtziger Jahre: MIAMI NIGHTS.

Die fabelhaften Salsa-Rhythmen von Gloria Estefan aus dem Miami der Achtziger und weltbekannte Top-Hits wie Time After Time von Cindy Lauper, What A Feeling von Irene Cara und Material Girl von Madonna bilden den musikalischen Rahmen für die Begegnung zwischen lateinamerikanischem Turniertanz und leidenschaftlichem kubanischem Lebensgefühl.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Jimmy und Laura, die sich über den Tanz kennen und lieben lernen. Doch es gibt Hindernisse, die überwunden werden müssen: Die Intrigen innerhalb der Tanzwettbewerbe und die kulturellen Unterschiede zwischen jungen Amerikanern und kubanischen Einwanderern in der pulsierenden Metropole Miami machen den Beiden das Leben nicht gerade leichter...

Der Workshop:
Bei einem Theater-Workshop Ende 2000 - organisiert von dem Regisseur Alex Balga - wurden erste Szenen einstudiert und auf ihre Realisierbarkeit und Wirkung getestet. Fünfundzwanzig der anerkanntesten Darsteller aus der deutschsprachigen Musical-Szene standen dem Kreativteam hierbei zur Seite. Natalie Holtom, renommierte Tänzerin und verantwortlich für die Choreographie, sorgte dafür, dass die Authentizität der Tanz-Szenen - wie sie bei professionellen Turnier- und Salsa-Tänzen gegeben ist - auf die Bühne transportiert wird. So wurden individuelle Bewegungsabläufe kreiert und die ersten Tanzschritte gingen über's Parkett. Auf der Basis dieses Workshops konnte das Musical Stück für Stück ausgearbeitet werden und weiteren Schliff erhalten.

Die Musik:
Bei dem Ideen-Reichtum der Choreographin Natalie Holtom und dem Regisseur Alex Balga musste auch Heribert Feckler als musikalischer Leiter an die Top-Hits "Hand anlegen", um sie in eine musical- und bühnentaugliche Form zu bringen. In seiner Eigenschaft als Arrangeur sorgte er dafür, dass die weltbekannten Songs wie auch die lateinamerikanischen Rhythmen im richtigen "Groove" erklingen.
Die Pop-Songs der achtziger Jahre bilden bei MIAMI NIGHTS sogar ein eigenes dramaturgisches Werkzeug: Sie wurden so in den Handlungsablauf integriert, dass komplette Szenen mit Hilfe der einzelnen Hits erzählt werden. Die Musik wird live präsentiert - von einem Orchester, das seinen festen Platz auf der Bühne hat.

Die Bühne
Zusätzliche Bewegung erhält die rasante Show durch die eigens für diese Produktion entworfene Drehscheibe, die mit gerade einmal 11 Zentimetern Höhe ein weltweites Unikat darstellt! Diese Neuanschaffung ermöglicht es, bewegungsintensive Sequenzen - wie eine Verfolgungsjagd durch die Straßen Miamis - effektvoll zu gestalten. Rasche Szenenwechsel zwischen den verschiedenen Bildern, etwa von der gestylten Cocktailbar zur lebhaften Salsa-Kneipe, sind auf diese Weise fließend umzusetzen. Die Hauptintention ist es, mittels Drehscheibe und Licht an schnelle Schnitte und Überblendungen in Filmen und Video-Clips zu erinnern. Marcus Haseloff, Autor der Buch-Vorlage zu MIAMI NIGHTS, schwärmt: "Mit der Drehscheibe haben wir die Möglichkeit, Tricks und Kniffe, die sonst nur im Film möglich sind, auf der Bühne zu realisieren! Denn das ist eine unserer Herausforderungen: Die Struktur und die Schnelligkeit der Tanzfilm-Szenen auf eine Theater-Bühne zu bringen."

Das Bühnenbild:
Das Bühnenbild des Designers Walter Schwab entführt mit glitzernden Materialien, meterhohen Spiegeln und Pailletten-Vorhängen in die schrille Welt der achtziger Jahre, aber ebenso in ein aufregendes Miami: An der linken und rechten Bühnenseite begrüßt ein typisches Wahrzeichen Miamis das Theaterpublikum - der architektonisch außergewöhnliche "CenTrust Tower", im Herzen Miami gelegen, lädt in die Sphären der sonnigen Metropole ein. Auf wechselnde Weise beleuchtet, bildet er ein farbiges Eingangs-Portal zur Bühnenwelt. Aber auch die berühmten Strände Miamis sind im "Bühnenzauber" zu entdecken: Romantische Strandansichten mit den so typischen Palmen im gedämpftem Licht des Sonnenuntergangs laden zum Träumen ein. Und die leuchtenden Neonfarben, die das Geschehen zeitweise in ein regelrechtes Farbenmeer tauchen, lassen das einzigartige Flair der großen Prachtboulevards lebendig werden. Willkommen in Miami!

Die Ton-Technik:
Die besondere Art der Inszenierung und die außergewöhnliche Drehbühnen-Konstruktion stellen auch an die Ton-Technik ganz spezielle Bedingungen. So wurde eigens für das Tanzmusical eine neuartige Ton-Anlage installiert, die für satte und volle Klänge sorgen wird. Das Publikum im Capitol Theater kann durch die neue Surround-Sound-Anlage eine besonders gute Akustik genießen und durch zwei separate Beschallungssysteme - eines für die Musik und das andere für die Dialoge - ein außergewöhnliches Klang-Erlebnis erfahren. "Mit diesen drei neuen Elementen versuche ich, den Zuschauer tiefer in das Bühnengeschehen einzubinden und möchte erreichen, dass das Beschallungssystem die schnellen Bewegungen der Darsteller auf der Drehscheibe unterstützt. Dadurch wird der Beobachter mehr in das Stück involviert und fühlt sich, als säße er mitten im Geschehen. So kann der "Funke" direkt von der Bühne ins Publikum überspringen", erklärt Cedric Beatty, Ton-Designer bei MIAMI NIGHTS.

Das Licht-Design:
Auch das Licht-Design spielt im Bühnengeschehen eine wichtige Rolle. "Es gibt kein gutes oder schlechtes Licht", erklärt der mehrfach ausgezeichnete Licht-Designer Jan Hüwel, "sondern im Idealfall den richtigen Moment, in dem sich alle Theatermittel aufeinander beziehen und zu etwas Größerem ergänzen." In Bezug auf die Licht-Einstellungen ist Jan Hüwel vor allem gefordert, Stimmungen wiederzugeben und das Publikum so authentisch wie möglich daran teilhaben zu lassen. "Dies ist eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle", berichtet der gebürtige Heidelberger und strahlt vor Begeisterung. Denn, so sein Credo: "Licht macht glücklich".

Die Auditions:
Musik, Bühnenbild, Licht und Ton sind wesentliche Elemente im Theatergeschehen. Aber was wäre dies alles ohne Künstler? Bei den Auditions (Vorsingen, -tanzen und -spielen), die vom 3. März bis zum 27. August 2001 in Düsseldorf, Wien und Berlin stattfanden, stellten rund 2.000 professionelle Bühnendarsteller ihr Können unter Beweis. Die 30 Künstler, die heute auf der Besetzungsliste zu finden sind, wurden aus der Vielzahl der Bewerber ausgewählt und sind sowohl exzellente Tänzer als auch hervorragende Sänger und Schauspieler. Das Capitol Theater präsentiert dem Publikum ein internationales Ensemble mit Künstlern aus Brasilien, Holland, Italien, Kanada, den USA, Österreich und natürlich Deutschland.

Die Proben:
Am 10. Dezember 2001 begann die letzte große Vorbereitungs-Phase: Das komplette künstlerische Team nahm die Proben im großen Ballettsaal des Capitol Theaters auf. Die Choreographie muss einstudiert werden, die einzelnen Szenen werden intensiv geübt und sicherlich wird noch einiges geändert. Das Musical MIAMI NIGHTS zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass für jede Bühnen-Persönlichkeit ein eigener, charakterisierender Bewegungsablauf kreiert wurde - so definieren sich die einzelnen Akteure nicht nur durch ihr Handeln, sondern auch durch ihre spezielle Bewegung und die unterschiedlichen Tanzstile. Auf die Künstler wartet nun eine große Herausforderung: MIAMI NIGHTS zum Leben zu erwecken!

Was sagt der Regisseur?
Alex Balga, der junge Wiener Regisseur, der schon die "Cabaret"-Neuinszenierung des Capitol-Theaters zu einem Erfolg werden ließ, möchte mit MIAMI NIGHTS zu einer Zeitreise einladen: "Ich liebe dieses Stück, weil es mich an meine eigene Teenager-Zeit erinnert. Ich möchte den Spaß, der in diesem farbenfrohen Musical der Achtziger steckt, gerne an das Publikum weitergeben. MIAMI NIGHTS ist das richtige Stück für Menschen, die eine Beziehung zu den Achtzigern haben: ob sie nun dieses Jahrzehnt als Teenager erlebt haben, so wie ich, oder als Kinder, als Eltern oder als Großeltern. Ich bin überzeugt: MIAMI NIGHTS ist für jeden ein Vergnügen!"