



Das temperamentvolle Tanzmusical MIAMI NIGHTS lässt die farbenfrohe Welt der achtziger Jahre wieder lebendig werden. Das junge Kreativteam um Autor Marcus Haseloff, Regisseur Alex Balga und Choreographin Natalie Holtom ließ sich von der Musik, den legendären Tanzfilmen und den neuartigen Videoclips dieser Dekade inspirieren - kreiert haben sie eine Hommage an das Lebensgefühl der achtziger Jahre: MIAMI NIGHTS.
Die fabelhaften Salsa-Rhythmen von Gloria Estefan aus dem Miami der Achtziger und weltbekannte Top-Hits wie Time After Time von Cindy Lauper, What A Feeling von Irene Cara und Material Girl von Madonna bilden den musikalischen Rahmen für die Begegnung zwischen lateinamerikanischem Turniertanz und leidenschaftlichem kubanischem Lebensgefühl.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Jimmy und Laura, die sich über den Tanz kennen und lieben lernen. Doch es gibt Hindernisse, die überwunden werden müssen: Die Intrigen innerhalb der Tanzwettbewerbe und die kulturellen Unterschiede zwischen jungen Amerikanern und kubanischen Einwanderern in der pulsierenden Metropole Miami machen den Beiden das Leben nicht gerade leichter...
Der Workshop:
Bei einem Theater-Workshop Ende 2000 - organisiert von dem
Regisseur Alex Balga - wurden erste Szenen einstudiert und
auf ihre Realisierbarkeit und Wirkung getestet. Fünfundzwanzig
der anerkanntesten Darsteller aus der deutschsprachigen Musical-Szene
standen dem Kreativteam hierbei zur Seite. Natalie Holtom,
renommierte Tänzerin und verantwortlich für die Choreographie,
sorgte dafür, dass die Authentizität der Tanz-Szenen -
wie sie bei professionellen Turnier- und Salsa-Tänzen gegeben
ist - auf die Bühne transportiert wird. So wurden individuelle
Bewegungsabläufe kreiert und die ersten Tanzschritte gingen
über's Parkett. Auf der Basis dieses Workshops konnte das Musical
Stück für Stück ausgearbeitet werden und weiteren
Schliff erhalten.
Die Musik:
Bei dem Ideen-Reichtum der Choreographin Natalie Holtom und dem
Regisseur Alex Balga musste auch Heribert Feckler als musikalischer
Leiter an die Top-Hits "Hand anlegen", um sie in eine
musical- und bühnentaugliche Form zu bringen. In seiner Eigenschaft
als Arrangeur sorgte er dafür, dass die weltbekannten Songs
wie auch die lateinamerikanischen Rhythmen im richtigen "Groove"
erklingen.
Die Pop-Songs der achtziger Jahre bilden bei MIAMI NIGHTS
sogar ein eigenes dramaturgisches Werkzeug: Sie wurden so in den
Handlungsablauf integriert, dass komplette Szenen mit Hilfe der
einzelnen Hits erzählt werden. Die Musik wird live präsentiert
- von einem Orchester, das seinen festen Platz auf der Bühne
hat.
Die Bühne
Zusätzliche Bewegung
erhält die rasante Show durch die eigens für diese Produktion
entworfene Drehscheibe, die mit gerade einmal 11 Zentimetern
Höhe ein weltweites Unikat darstellt! Diese Neuanschaffung
ermöglicht es, bewegungsintensive Sequenzen - wie eine Verfolgungsjagd
durch die Straßen Miamis - effektvoll zu gestalten. Rasche
Szenenwechsel zwischen den verschiedenen Bildern, etwa von der
gestylten Cocktailbar zur lebhaften Salsa-Kneipe, sind auf diese
Weise fließend umzusetzen. Die Hauptintention ist es, mittels
Drehscheibe und Licht an schnelle Schnitte und Überblendungen
in Filmen und Video-Clips zu erinnern. Marcus Haseloff,
Autor der Buch-Vorlage zu MIAMI NIGHTS, schwärmt: "Mit
der Drehscheibe haben wir die Möglichkeit, Tricks und Kniffe,
die sonst nur im Film möglich sind, auf der Bühne zu realisieren!
Denn das ist eine unserer Herausforderungen: Die Struktur und die
Schnelligkeit der Tanzfilm-Szenen auf eine Theater-Bühne zu
bringen."
Das Bühnenbild:
Das Bühnenbild des Designers Walter Schwab entführt
mit glitzernden Materialien, meterhohen Spiegeln und Pailletten-Vorhängen
in die schrille Welt der achtziger Jahre, aber ebenso in
ein aufregendes Miami: An der linken und rechten Bühnenseite
begrüßt ein typisches Wahrzeichen Miamis das Theaterpublikum
- der architektonisch außergewöhnliche "CenTrust
Tower", im Herzen Miami gelegen, lädt in die Sphären
der sonnigen Metropole ein. Auf wechselnde Weise beleuchtet, bildet
er ein farbiges Eingangs-Portal zur Bühnenwelt. Aber auch die
berühmten Strände Miamis sind im "Bühnenzauber"
zu entdecken: Romantische Strandansichten mit den so typischen Palmen
im gedämpftem Licht des Sonnenuntergangs laden zum Träumen
ein. Und die leuchtenden Neonfarben, die das Geschehen zeitweise
in ein regelrechtes Farbenmeer tauchen, lassen das einzigartige
Flair der großen Prachtboulevards lebendig werden. Willkommen
in Miami!
Die Ton-Technik:
Die besondere Art der Inszenierung und die außergewöhnliche
Drehbühnen-Konstruktion stellen auch an die Ton-Technik ganz
spezielle Bedingungen. So wurde eigens für das Tanzmusical
eine neuartige Ton-Anlage installiert, die für satte und volle
Klänge sorgen wird. Das Publikum im Capitol Theater kann durch
die neue Surround-Sound-Anlage eine besonders gute Akustik genießen
und durch zwei separate Beschallungssysteme - eines für die
Musik und das andere für die Dialoge - ein außergewöhnliches
Klang-Erlebnis erfahren. "Mit diesen drei neuen Elementen versuche
ich, den Zuschauer tiefer in das Bühnengeschehen einzubinden
und möchte erreichen, dass das Beschallungssystem die schnellen
Bewegungen der Darsteller auf der Drehscheibe unterstützt.
Dadurch wird der Beobachter mehr in das Stück involviert und
fühlt sich, als säße er mitten im Geschehen. So
kann der "Funke" direkt von der Bühne ins Publikum
überspringen", erklärt Cedric Beatty, Ton-Designer
bei MIAMI NIGHTS.
Das Licht-Design:
Auch das Licht-Design spielt im Bühnengeschehen eine wichtige
Rolle. "Es gibt kein gutes oder schlechtes Licht", erklärt
der mehrfach ausgezeichnete Licht-Designer Jan Hüwel, "sondern
im Idealfall den richtigen Moment, in dem sich alle Theatermittel
aufeinander beziehen und zu etwas Größerem ergänzen."
In Bezug auf die Licht-Einstellungen ist Jan Hüwel vor allem
gefordert, Stimmungen wiederzugeben und das Publikum so authentisch
wie möglich daran teilhaben zu lassen. "Dies ist eine
Herausforderung, der ich mich gerne stelle", berichtet der
gebürtige Heidelberger und strahlt vor Begeisterung. Denn,
so sein Credo: "Licht macht glücklich".
Die Auditions:
Musik, Bühnenbild, Licht und Ton sind wesentliche Elemente
im Theatergeschehen. Aber was wäre dies alles ohne Künstler?
Bei den Auditions (Vorsingen, -tanzen und -spielen), die
vom 3. März bis zum 27. August 2001 in Düsseldorf, Wien
und Berlin stattfanden, stellten rund 2.000 professionelle Bühnendarsteller
ihr Können unter Beweis. Die 30 Künstler, die heute auf
der Besetzungsliste zu finden sind, wurden aus der Vielzahl der
Bewerber ausgewählt und sind sowohl exzellente Tänzer
als auch hervorragende Sänger und Schauspieler. Das Capitol
Theater präsentiert dem Publikum ein internationales Ensemble
mit Künstlern aus Brasilien, Holland, Italien, Kanada, den
USA, Österreich und natürlich Deutschland.
Die Proben:
Am 10. Dezember 2001 begann die letzte große Vorbereitungs-Phase:
Das komplette künstlerische Team nahm die Proben im großen
Ballettsaal des Capitol Theaters auf. Die Choreographie muss einstudiert
werden, die einzelnen Szenen werden intensiv geübt und sicherlich
wird noch einiges geändert. Das Musical MIAMI NIGHTS
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass für jede Bühnen-Persönlichkeit
ein eigener, charakterisierender Bewegungsablauf kreiert wurde -
so definieren sich die einzelnen Akteure nicht nur durch ihr Handeln,
sondern auch durch ihre spezielle Bewegung und die unterschiedlichen
Tanzstile. Auf die Künstler wartet nun eine große Herausforderung:
MIAMI NIGHTS zum Leben zu erwecken!
Was sagt der Regisseur?
Alex Balga,
der junge Wiener Regisseur, der schon die "Cabaret"-Neuinszenierung
des Capitol-Theaters zu einem Erfolg werden ließ, möchte
mit MIAMI NIGHTS zu einer Zeitreise einladen: "Ich liebe
dieses Stück, weil es mich an meine eigene Teenager-Zeit erinnert.
Ich möchte den Spaß, der in diesem farbenfrohen Musical
der Achtziger steckt, gerne an das Publikum weitergeben. MIAMI
NIGHTS ist das richtige Stück für Menschen, die eine
Beziehung zu den Achtzigern haben: ob sie nun dieses Jahrzehnt als
Teenager erlebt haben, so wie ich, oder als Kinder, als Eltern oder
als Großeltern. Ich bin überzeugt: MIAMI NIGHTS
ist für jeden ein Vergnügen!"